PRESSEMITTEILUNG
Die soziale Lage von NS-Opfern in Osteuropa
Konferenz zu Altenbildern und Altenpolitik im gesellschaftlichen Wandel
6. Mai, 18.00 Uhr bis 7. Mai, 15.30 Uhr
Landesvertretung Sachsen-Anhalt, Luisenstr. 18, 10117 Berlin
Berlin, 5. Mai 2010. Anlässlich des 65. Jahrestags des Kriegsendes werden die Erinnerungen an den Zweiten Weltkrieg viel diskutiert. Über die soziale Lage der Überlebenden spricht kaum jemand. Auf der Konferenz „Alt sein im Osten Europas. Erfahrungen und Potentiale von Opfern des Nationalsozialismus“ analysieren internationale Sozialwissenschaftler, Historiker und Vertreter zivilgesellschaftlicher Organisationen die aktuelle Situation dieser und anderer Kriegsopfer in Mittel- und Osteuropa und diskutieren zukunftsweisende Konzepte für eine stärkere gesellschaftliche Teilhabe älterer Menschen.
„Die früher traumatisierten und heute hochbetagten alten Menschen leiden zumeist unter Einsamkeit, schlechter Versorgung und sozialer Isolation“, so Günter Saathoff, Vorstand der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ (EVZ). „Die Stiftung fördert deshalb Projekte, die diese Menschen sozial unterstützen und sie gleichzeitig in die Gesellschaft integrieren. In Projekten wie zum Beispiel Erzählcafés für NS-Opfer können sie ihre Erfahrungen aufarbeiten und gleichzeitig an die jüngere Generation weitergeben.“
„Das Verhältnis der Gesellschaft zu ihren alten Menschen ist ein Indikator dafür, wie zivilisiert sie ist,“ betont Manfred Sapper, Chefredakteur der Zeitschrift OSTEUROPA, die von der DGO herausgegeben wird. „Es geht um ein Altern in Würde. Und es geht darum, die Bedingungen zu schaffen, dass ältere Menschen ein selbstbestimmtes und aktives Leben verbringen sowie ihr Wissen und ihre Erfahrung in die Gesellschaft einbringen können. Dadurch bekommt das Alter ein anderes Gesicht.“
Parallel zur Konferenz erscheint ein Themenheft der Zeitschrift OSTEUROPA mit dem Titel „Altersbilder. Kriegserinnerungen, Demographie und Altenpolitik“. Rezensionsexemplare des Themenhefts der Zeitschrift OSTEUROPA sind auf der Konferenz erhältlich. Während der Veranstaltung besteht für Pressevertreter die Möglichkeit, Interviews mit Experten zu führen. Weitere Informationen dazu finden Sie in der Anlage und im Internet unter www.dgo-online.org.
Die Tagung wird veranstaltet von der Stiftung EVZ und der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde (DGO).
Kontakt:
Deutsche Gesellschaft für Osteuropakunde
Geschäftsführung
Dr. Gabriele Freitag
Tel.: 030/21478412
freitag@dgo-online.org
Nadine Reimer
Stiftung EVZ
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 030 259297-26
Fax: 030 259297-11
reimer@stiftung-evz.de