PRESSEMITTEILUNG


65. Jahrestag des Kriegsendes: Stiftung EVZ fördert Besuche von NS-Zeitzeugen

258 Überlebende nehmen an Gedenkfeiern teil

Berlin, 4. Mai 2010 – Insgesamt 258 NS-Zeitzeugen können mit finanzieller Unterstützung der Stiftung EVZ an den Gedenkfeiern der Konzentrationslager anlässlich der Befreiungen vor 65 Jahren teilnehmen. Für ehemalige Häftlinge, die vor allem aus den Ländern Osteuropas, aus Israel, den USA und weiteren Ländern anreisen, übernimmt die Stiftung EVZ Reise- und Verpflegungskosten.

Die NS-Gedenkstätten in Deutschland sehen den 65. Jahrestag der Befreiung von Krieg und NS-Herrschaft als letzten größeren Anlass an, diesen Tag gemeinsam mit den Überlebenden der KZ-Lager zu begehen. In den kommenden Jahren wird es immer weniger Zeitzeugen möglich sein, nach Deutschland zu reisen und über das Erlebte zu berichten. Günter Saathoff, Vorstand der Stiftung EVZ, sagte: „NS-Opfer haben oftmals über Jahrzehnte nicht über das sprechen können, was sie erlitten haben. Die Begegnung mit der jungen Generation hilft den Überlebenden, mit ihren Erinnerungen nicht allein zu bleiben. Die Jugendlichen erfahren authentisch übermittelte Geschichte. Wir wollen mit unserer Förderung erreichen, dass diese lebendige Brücke der Begegnung noch so lange wie möglich trägt.“

Für das Programm BEGEGNUNGEN MIT ZEITZEUGEN stellt die Stiftung EVZ in diesem Jahr insgesamt 290.000 Euro bereit. Damit werden auch in den kommenden Monaten vor allem Gedenkstätten, Bürgerinitiativen und Schulen unterstützt, die Zeitzeugen des NS-Unrechts nach Deutschland einladen.

Seit 2002 hat die Stiftung EVZ 630 Begegnungsprojekte gefördert, an denen 4.900 Überlebende des Nationalsozialismus teilnahmen. Dafür wurden insgesamt 3,8 Mio. Euro bereit gestellt.

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