NS-Zwangsarbeit

Das zentrale Motiv bei der Gründung der Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" im Jahr 2000 war die Auszahlung humanitärer Ausgleichsleistungen an ehemalige Zwangsarbeiter und andere Opfer des nationalsozialistischen Unrechts. Diese Zahlungen wurden zum Jahresende 2006 abgeschlossen. Die folgenden Seiten enthalten u.a. Informationen zu den Empfängergruppen, den Kriterien der Leistungsberechtigung, dem Prozedere der Auszahlungen sowie zur historischen Aufarbeitung der NS-Zwangsarbeit.

Die Auszahlungsprogramme der Stiftung EVZ 04.02.2012

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs blieben frühere NS-Zwangsarbeiter von den Entschädigungsleistungen der Bundesrepublik aus mehreren Gründen weitgehend ausgenommen. Zum einen wurde im Londoner Schuldenabkommen von 1953 die Regelung individueller Forderungen ausländischer Staatsbürger mit dem Abschluss eines Friedensvertrags verknüpft. Ein weiterer Grund war, dass viele Opfer hinter dem Eisernen Vorhang, insbesondere in den Ländern der Sowjetunion, lebten und sich erst nach 1989 Gehör verschaffen konnten.

 

Abschluss der Auszahlungen - offizieller Festakt 07.05.2009

Am 12. Juni 2007 wurden die Auszahlungsprogramme zugunsten der ehemaligen Zwangsarbeiter und anderer Opfer des NS-Regimes durch die Stiftung EVZ und ihre Partnerorganisationen offiziell abgeschlossen.

 

Ausstellung über die NS-Zwangsarbeit 04.02.2012

Die Internationale Wanderausstellung "Zwangsarbeit. Die Deutschen, die Zwangsarbeiter und der Krieg" erzählt erstmals die gesamte Geschichte dieses Verbrechens, bei dem über 20 Millionen Menschen im Deutschen Reich und in den von der Wehrmacht besetzten Gebieten Zwangsarbeit leisten mussten.

 

Informationen zu den Auszahlungen von humanitären Leistungen an ehemalige NS-Zwangsarbeiter.

 

Die von der Stiftung EVZ ausgezahlten Leistungen gingen an Empfänger in 98 Ländern der Welt.

 

Für den ehemaligen Sprecher der Stiftungsinitiative der deutschen Wirtschaft sind die Auszahlungen ein Erfolg gegen viele Widerstände.

 

Der Vorstand der Stiftung EVZ über die Anerkennung von NS-Zwangsarbeit als Unrecht.

 

Neben den individuellen Leistungen an NS-Opfer wurden von der Stiftung EVZ auch Gelder für humanitäre Programme bereitgestellt.

 

Die Stiftung EVZ will die Erinnerung an das nationalsozialistische Unrecht für die kommenden Generationen wach halten.

 


NS-Zwangsarbeit in Berlin

Ein Flyer zeigt anhand von Beispielen in einer Landkarte vergessene Orte der Zwangsarbeit: