NS-Zwangsarbeit

Das zentrale Motiv bei der Gründung der Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" im Jahr 2000 war die Auszahlung humanitärer Ausgleichsleistungen an ehemalige Zwangsarbeiter und andere Opfer des nationalsozialistischen Unrechts. Diese Zahlungen wurden zum Jahresende 2006 abgeschlossen. Die folgenden Seiten enthalten u.a. Informationen zu den Empfängergruppen, den Kriterien der Leistungsberechtigung, dem Prozedere der Auszahlungen sowie zur historischen Aufarbeitung der NS-Zwangsarbeit.

Die Auszahlungsprogramme der Stiftung EVZ 13.03.2010

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs blieben frühere NS-Zwangsarbeiter von den Entschädigungsleistungen der Bundesrepublik aus mehreren Gründen weitgehend ausgenommen. Zum einen wurde im Londoner Schuldenabkommen von 1953 die Regelung individueller Forderungen ausländischer Staatsbürger mit dem Abschluss eines Friedensvertrags verknüpft. Ein weiterer Grund war, dass viele Opfer hinter dem Eisernen Vorhang, insbesondere in den Ländern der Sowjetunion, lebten und sich erst nach 1989 Gehör verschaffen konnten.

 

Abschluss der Auszahlungen - offizieller Festakt 07.05.2009

Am 12. Juni 2007 wurden die Auszahlungsprogramme zugunsten der ehemaligen Zwangsarbeiter und anderer Opfer des NS-Regimes durch die Stiftung EVZ und ihre Partnerorganisationen offiziell abgeschlossen.

 

Dokumentation: Online-Projekte 13.03.2010

In Kooperation mit der FU Berlin ist das Online-Archiv "Zwangsarbeit 1939-1945" entstanden. Es enthält fast 600 Audio- und Video-Interviews mit ehemaligen Zwangsarbeitern aus 26 Ländern. Unter www.zwangsarbeit.eu hat das Bundesarchiv mit Unterstützung der Stiftung EVZ ein Informationsportal zur Geschichte und Aufarbeitung der NS-Zwangsarbeit erstellt.

 

Informationen zu den Auszahlungen von humanitären Leistungen an ehemalige NS-Zwangsarbeiter.

 

Die von der Stiftung EVZ ausgezahlten Leistungen gingen an Empfänger in 98 Ländern der Welt.

 

Für den ehemaligen Sprecher der Stiftungsinitiative der deutschen Wirtschaft sind die Auszahlungen ein Erfolg gegen viele Widerstände.

 

Die Bedeutung der Auszah­lungen liegt für den Vorstand der Stiftung EVZ nicht zuletzt in der Anerkennung des Unrechts der NS-Zwangsarbeit.

 

Neben den individuellen Leistungen an NS-Opfer wurden von der Stiftung EVZ auch Gelder für humanitäre Programme bereitgestellt.

 

Die Stiftung EVZ will die Erinnerung an das nationalsozialistische Unrecht für die kommenden Generationen wach halten.

 


Online-Archiv

"Zwangsarbeit 1939-1945": 590 Zwangsarbeiter aus 26 Ländern berichten über ihr Schicksal: