Förderprogramm

SOGIdarity. GEGEN DISKRIMINIERUNG AUFGRUND SEXUELLER ORIENTIERUNG UND GESCHLECHTSIDENTITÄT

Durch den deutschen Nationalsozialismus wurden zehntausende Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität verfolgt, mehrere tausend von ihnen kamen infolge dessen um. Die Diskriminierung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transgender und Intersexuellen (LSBTI) und entsprechende Ideologien sind bis heute nicht überwunden. Die Stiftung EVZ fördert daher – mit Unterstützung der Dreilinden gGmbH - Projekte gegen die Diskriminierung von Menschen infolge ihrer sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität.

Die Fördertätigkeit in den nächsten Jahren soll zunächst auf vier exemplarische Schwerpunktländer  konzentriert werden.

Hintergrund

Menschenrechte gelten ohne Unterschied, so auch für LSBTI. Diese Grundaussage wird durch zahlreiche internationale Vertragswerke bekräftigt. Die Diskriminierung aufgrund sexueller Orientierung und Geschlechtsidentität ist verboten. Wie der Ministerrat des Europarats feststellt, können weder kulturelle, traditionelle noch religiöse Werte angeführt werden, um Diskriminierung, inklusive jener aufgrund sexueller Orientierung und Geschlechtsidentität, zu rechtfertigen.
Untersuchungen der EU-Grundrechteagentur, Berichte von UN- und Europaratsgremien, sozialpsychologische Erhebungen zu Homo- und Transphobie sowie die Befunde von Nichtregierungsorganisationen zeigen, dass in dieser Hinsicht in ganz Europa Handlungsbedarf besteht.

Zielsetzung

Das Förderprogramm zielt auf die Zurückdrängung von Diskriminierung aufgrund von sexueller Orientierung und Geschlechtsidentität. Zivilgesellschaftliche Organisationen sollen darin bestärkt werden, die allen zustehenden Menschenrechte auch für LSBTI durchzusetzen. Dazu sollen Fähigkeiten und personelle Ressourcen zivilgesellschaftlicher Organisationen, die sich für die Gleichbehandlung von LSBTI einsetzen, gestärkt werden. Konkret betroffene Menschen sollen zudem darin unterstützt werden, sich einer Ungleichbehandlung aufgrund von sexueller Orientierung und Geschlechtsidentität zu widersetzen und die ihnen zustehenden Rechte einzufordern.

Förderungen

Mit Beginn des Programms im Jahr 2015 wurden zunächst Kooperationen in Russland, Ukraine und Litauen zwischen Menschenrechtsorganisationen, Initiativen oder Organisationen der LSBTI Gemeinschaften und weiteren geeigneten zivilgesellschaftlichen und ggf. auch staatlichen Partnern ausgeschrieben.


In Deutschland stehen gegenwärtig die menschenrechtlichen Bedarfe von LSBTI Geflüchteten im Zentrum der Programmtätigkeit. Die Stiftung EVZ fördert daher ein Projekt zur Identifizierung und zur bundesweiten Vernetzung von Akteuren, die sich für LSBTI Geflüchtete und die Gewährleistung ihrer Menschenrechte einsetzen.

 

Gefördert werden in der Regel Personal- und Sachkosten.

Förderer

Das Förderprogramm „gegen Diskriminierung aufgrund von sexueller Orientierung und Geschlechtsidentität“ wird aus Mitteln der Stiftung EVZ sowie der Dreilinden gGmbH kofinanziert.

Status

Bewerbungsfrist: 2. Juli 2017

Call for Concept Notes

 

Ansprechpartner

Olga Daitche
Programmleiterin
daitche(at)stiftung-evz.de
Tel.:+49 (0)30 25 92 97-76
Fax: +49 (0)30 25 92 97-11

 

Teilzeitposition:
Dienstags: 9:00 - 13:00 Uhr
Mittwochs: 9:30 - 18:00 Uhr
Donnerstags: 9:30 - 17:30 Uhr