Förderprogramm

"Latscho Diwes"

Ein Förderprogramm für Überlebende des NS-Genozids an den Roma

Roma in Osteuropa, insbesondere die Überlebenden der NS-Verfolgung, leben in Armut und sind gesellschaftlich ausgegrenzt. Die Stiftung EVZ fördert seit vielen Jahren humanitäre Hilfsprojekte für die vor 1945 geborenen Roma in einigen osteuropäischen Ländern. Mit dem Programm "Latscho Diwes!" will die Stiftung ihr bisheriges Engagement für diese Zielgruppe verstärken und die Projektförderung auf weitere osteuropäische Länder ausdehnen. Die erste Ausschreibung 2016 richtete sich an russischsprachige zivilgesellschaftliche Träger aus Belarus, Estland, Lettland, Litauen, Moldawien, Russland und der Ukraine. 2017 wird das Programm in Zentral- und Südosteuropa auf Englisch ausgeschrieben.

 

 

Programmziele

  • Einen Beitrag zur Anerkennung des Verfolgungsschicksals der Überlebenden des Porajmos leisten.
  • Die gesundheitliche und soziale Lage von Roma verbessern, indem ihnen Zugang zu bereits vorhandenen medizinischen und sozialen Leistungen eröffnet wird.
  • Die gesellschaftliche Teilhabe durch Aktivitäten des Generationendialogs fördern.
  • Die materielle Notlage von Roma-Überlebenden und ihrer Angehörigen durch entsprechende Unterstützungsleistungen lindern.
  • Die zivilgesellschaftlichen Organisationen aus Roma-Gemeinden fördern, das freiwillige Engagement junger Roma und Romnija für NS-Opfer unterstützen und sichtbar machen.
  • Einen Beitrag zur gesellschaftlichen Anerkennung von Roma sowie ihrer Inklusion in die jeweiligen Mehrheitsgesellschaften leisten.

 

 

Ausgewählte Projekte

Freiwilligenengagement und individuelle Hilfe für Opfer des Krieges in der Ostukraine

Die junge ukrainische NGO „Spilna dopomoha“ („Gemeinsame Hilfe“) unterstützt 65 betagte Roma, die unter den Kriegshandlungen im Osten der Ukraine gelitten haben und in den Regionen Donezk und Mariupol leben. Sie erhalten Medikamente, Kleidung und Hygienemittel, können sich eine Woche lang in einem Rehabilitationszentrum erholen, ihre Häuser werden repariert. Junge ukrainische und Roma-Freiwillige besuchen die Projektbegünstigten, helfen im Haushalt und nehmen ihre Erinnerungen auf. Das Projekt wird in enger Zusammenarbeit mit Roma-Organisationen vor Ort umgesetzt. weitere Informationen zum Projekt

Inklusion und Zugang zu staatlichen Leistungen

Der regionale Verein „Smolensker Roma Diaspora“ aus Russland setzt auf die Förderung der sozialen Teilhabe der Roma, die den NS- Verfolgung überlebt haben, durch Nutzung von bereits vorhandenen Angeboten. In Kooperation mit staatlichen Einrichtungen organisiert der Träger für 80 Projektbegünstigte eine laufende medizinische und juristische Betreuung, kostenlose Zahnbehandlungen und Kuren. Mit der Unterstützung von jungen Freiwilligen wird zudem individuelle Hilfe (Auslieferung von Medikamenten, Kleidung und Bettutensilien, kleine Hausreparaturen) geleistet.

Kontakt

Dr. Valentina Valtchuk

Projektkoordination

valtchuk(at)stiftung-evz.de

Tel.:+49 (0)30 25 92 97-47

Fax: +49 (0)30 25 92 97-11

 

Agnieszka Pustola

Projektbearbeitung

pustola(at)stiftung-evz.de

Tel.: +49 (0)30 25 92 97-13

Fax: +49 (0)30 25 92 97-11