Förderprogramm in Belarus, Russland und der Ukraine

Das Programm "Treffpunkt Dialog" der Stiftung EVZ richtet sich an belarussische, russische und ukrainische Organisationen, die sich für die Verbesserung der Lebenssituation älterer Menschen in ihrem Land engagieren. Ziel des Programms ist es, zur Würdigung der Lebensleistung und gesellschaftlichen Anerkennung von NS-Opfern, aber auch von Opfern des Stalinismus, beizutragen.

Zielgruppe

Die zentrale Zielgruppe sind insbesondere ehemalige NS-Zwangsarbeiter, KZ- und Ghettohäftlinge, ehemalige Kriegsgefangene in Belarus, der Ukraine und der Russischen Föderation, aber auch Opfer des Stalinismus dieser Altersgruppe. Daher richtet sich das Programm an Organisationen und Einrichtungen, die diese Menschen und weitere Angehörige der älteren Generation zu einem aktiven Leben ermutigen wollen. Zusätzlich können engagierte Ehrenamtliche, Schüler, Studenten und Historiker, Mitarbeiter von staatlichen und kommunalen Einrichtungen sowie interessierte Mitglieder von Nichtregierungsorganisationen in die Projekte eingebunden werden.

Koordination durch Institutionen vor Ort

Die Stiftung hat das Management der Förderprogramme an nationale Organisationen in Belarus, der Russischen Föderation und der Ukraine übertragen. Diese Partnerorganisationen sind verantwortlich für die Bekanntmachung und Administration des Programms sowie für die Begleitung und Vernetzung der geförderten Projekte in ihrem Land. Antragsteller, die sich für das Programm bewerben möchten, wenden sich bitte an die Programmträger in den jeweiligen Ländern (s. rechte Spalte). Auf deren Webseiten finden Sie alle Informationen zur Ausschreibung, zu den Auswahlkriterien und den Juroren. In der Russischen Föderation wird das Programm in den Regionen Rostow, St. Petersburg, Perm und Brjansk ausgeschrieben. Die Russische Stiftung "Verständigung und Aussöhnung" kooperiert bei der Umsetzung des Förderprogramms mit der Menschenrechtsorganisation "Memorial".

Förderung 2009

Für Projekte zu Gunsten älterer Menschen in den drei Ländern stellt die Stiftung EVZ in einer zweiten Ausschreibung 300.000 Euro pro Land zur Verfügung. Die Projekte beginnen im Sommer 2010. Im Ergebnis der ersten Ausschreibung des Förderprogramms und der Entscheidung des Vorstands der Stiftung EVZ begannen die ersten 48 Projekte im Herbst 2009 mit der Arbeit. Expertenjurys aus den jeweiligen Ländern hatten zuvor jeweils 15 Projekte in Belarus und der Russischen Föderation und 18 Projekte in der Ukraine ausgewählt und zur Förderung empfohlen. Die Aktivitäten der Projekte umfassen beispielsweise Gesprächskreise, Generationentheater, gemeinsame Ausflüge und andere Angebote zur Unterstützung oder Aktivierung der älteren Menschen. Die Projekte werden von der Stiftung EVZ in der Regel für ein oder zwei Jahre finanziert.


 

Förderung

  • Die nächste Ausschreibung wird voraussichtlich im Oktober 2010 veröffentlicht
  • Informationen zur Implementierung in den jeweiligen Ländern auf den Webseiten der Partner (s. unten)

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